Bundesweites Gedenken am Totensonntag

… auch Greifswald beteiligte sich mit einer Veranstaltung

Die Innenminister-Konferenz diskutierte vergangene Woche, ob Menschen wieder nach Syrien abgeschoben werden sollen. Dorthin wo seit 2011 rund 13.000 Todesfälle nach Folter dokumentiert sind.
Die SEEBRÜCKE nutzte deshalb den Totensonntag, um durch deutschlandweite Gedenkveranstaltungen ein klares Zeichen gegen Abschiebungen und Abschottungspolitik an die Innenminister zu senden.

An die Innenminister des Bundes und der Länder:
Wir gedenken heute der Ertrunkenen auf dem Weg nach Europa, auf der Suche nach Sicherheit, die hier nie ankamen.

An die Innenminister des Bundes und der Länder:
Wir fordern von Euch, das Sterben an den Grenzen muss aufhören. Wir wollen sichere Fluchtwege, Schiffe und Flugzeuge statt lebensgefährlicher Schlauchboote.

An die Innenminister des Bundes und der Länder:
Seenotrettung ist kein Verbrechen.
Seenotrettung ist eine humanitäre Pflicht.
Deshalb: Unterstützt die Retter_innen und protestiert gegen ihre Krimimalisierung.

An die Innenminister des Bundes und der Länder:
Wir wollen sichere Häfen, Länder und Städte, die Geflüchtete aufnehmen und willkommen heißen.
Deshalb: Gebt den Ländern und Städten das Recht, Menschen aufzunehmen aus dem Mittelmeer und aus den Lagern in Griechenland, Libyen und anderswo.

An die Innenminister des Bundes und der Länder:
Folgt nicht den Hetzern und Rassisten. Hört nicht ihre angeblichen Bedenken. Hört unsere Wünsche nach einem Ende des Sterbens. Nach einer offenen Gesellschaft. Nach Willkommen und Solidarität.

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